Friedpark: Friedhof Adlershof
  Gedächtnisstätte

Erika Heinz

geboren am: 18.01.1916
gestorben am: 01.03.1990

 

Schauspielerin
 


Erika Heinz war die Ehefrau des Schauspielers Wolfgang Heinz. Als Künstlerin trat sie unter dem Namen Pelikowsky auf. Erika Pelikowsky begann eine Ausbildung am Reinhard-Seminar in Wien und arbeitete seit 1939 am Wiener Burgtheater. 1943/44 war sie am Schillertheater in Berlin engagiert. 1945 arbeitete sie zunächst am Burgtheater Wien und geht zum Düsseldorfer Schauspielhaus.

1948 nahm das Neue Theater in Wien wieder seinen Spielbetrieb auf und Erika Pelikowsky ging zurück. Das Theater sollte als selbst verwaltetes Schauspielertheater geführt werden und wollte ohne staatlichen Auftrag gesellschaftliche Bildungsziele auf das Publikum übertragen. Hier war auch ihr Ehemann als Schauspieler und Regisseur tätig. Aufgrund politischer Auseinandersetzungen musste das Theater 1956 schließen. E. Pelikowsky ging mit mehreren Darstellern und ihrem Mann Wolfgang Heinz an das Deutsche Theater in Berlin.

Neben ihrer Theaterarbeit war E. Pelikowsky seit 1960 eine gefragte Schauspielerin bei Filmproduzenten der DEFA und dem Fernsehen der DDR. Sie spielte u. a. die Frau des Bildhauers Ernst Barlach in „Der Verlorene Engel“(1966) und die Diakonissin in „Der Dritte“(1971).

Ihre größten Bühnenrollen waren die Stella Cambell im Stück „Geliebter Lügner“ und die Eliza in „Schau heimwärts Engel“ (1977).

Sie war eine beliebte Schauspielerin mit ihrem Wiener Akzent. Erika Pelikowsky gab ihre künstlerischen Fähigkeiten als nebenamtlicher Lehrer an der Schauspielschule Berlin weiter.

Für ihre Leistungen wurde Erika Pelikowsky im Jahre 1964 mit dem Nationalpreis für Kunst und Literatur geehrt.