Friedpark: Dom Friedhof II
  Gedächtnisstätte

Karl Wilhelm Moritz Snethlage

geboren am: 23.09.1792
gestorben am: 17.02.1871

 

Theologe, Oberhofprediger

 

Der in Hamm/Westfalen als Sohn des Konsistorialrates Moritz Snethlage geborene Karl Wilhelm Moritz Snethlage kam 1802 mit seinem Vater nach Berlin.
Nach dem Besuch des Joachimthalschen Gymnasiums, das sein Vater als Dirketor leitete, studierte er Theologie an den Universitäten Göttingen,
Tübingen und Berlin.

1821 trat er seine erste Pfarrstelle in Barl/Rheinland an und war ab 1822 als Pfarrer in Unterbarmen tätig.
1843 wurde der Doktor der Theologie zum Konsistorialrat im Ministerium der geistlichen Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten berufen und 1845 Oberkonsistorialrat sowie geistlicher Kurator des Fräuleinstiftes von Heiligengrabe.

1844 ernannte man Snethlage zum Hof- und Domprediger in Berlin. Hier wirkte er von 1863 bis zu seinem Tod als Oberhofprediger. Er war Mitglied im Kuratorium des Diakonissenkranken-
hauses Bethanien.
 

Joachimthalsches Gymnasium



Die 1607 vom Kurfürst Friedrich Joachim gegründete brandenburgische Fürstenschule in Joachimsthal
(Vorort von Berlin) war eine
renommierte Eliteschule Preußens.
Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges flohen die Lehrer und Schüler aus Joachimsthal.

1880 bezog die Schule das von
Johann Heinrich Strack (Entwurf 1865)
und Ludwig Giersberg 1875-80 erbaute Gymnasiumsgebäude in
Berlin-Wilmersdorf.
Das Gebäude beinhaltete Wohn- und Unterrichtsräume, Wirtschaftsräume, Krankenstation und Sternwarte.
Es erstreckte sich früher von der Bundesallee bis zum Fasanenplatz.